Neubau Sternwarte Universität Bern, Zimmerwald

Projektierung
2015 - 2016
Ausführungszeitraum
2016 - 2017
Projektleitung
  • Kamenko Bucher
  • Beat Krattinger
Projektteam
  • Martin Nyffenegger
  • Fotos
    Alexander Gempeler

Das Observatorium Zimmerwald ist dem Astronomischen Institut der Universität Bern (AIUB) angegliedert und hat 1956 seinen Betrieb aufgenommen. Im Jahr 1965 wurde das Institut in das weltweite Netz der Satellitenbeobachtungsstationen aufgenommen. 2007 wurde mit der «Erweiterung Sternwarte Universität Bern, Zimmerwald» die Anlage ein erstes mal erweitert.
Die Gruppe Optische Astronomie des AIUB hat sich eine weltweit führende Stellung in der optischen Suche und Katalogisierung von deaktivierten Satelliten und anderen Resten des Raumfahrtzeitalters (sog. Weltraumschrott oder "Space Debris") geschaffen. Sie führt in Zimmerwald in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und im Rahmen internationaler Forschungszusammenarbeiten im "International Scientific Optical Network" (ISON) Beobachtungen von Weltraumschrott durch. Diese sind eine international höchst anerkannte und sehr wichtige Grundlage für die bemannte und unbemannte Raumfahrt.
Die zunehmenden Forschungsprojekte erfordern nun zwei zusätzliche Teleskopbeobachtungsplätze im Observatorium Zimmerwald. Die beiden unabhängigen, fensterlosen Kuppelbauten werden aus Eisen- und Stampfbeton mit einer Kuppel aus Kunststoff erstellt.
Die vollautomatisch gesteuerten Teleskope stehen auf einem unabhängigen Sockel, so dass keine Schwingungen vom Gebäude auf die Messinstrumente übertragen werden.